Im letzten Blogartikel wurde bereits die Bedeutung von Data as an Asset in einer Data Governance vorgestellt. Im heutigen Artikel unserer Blog-Serie Data Governance in a Nutshell betrachten wir im Detail die Rolle der Prozesse.
In diesem Baustein geht es um die Überwachung und Steuerung der bankinternen und -externen Prozesse zur Verarbeitung von Daten. Weiterhin beschäftigt man sich hier mit der Evidenz über das Teilen und Abfragen von Daten, um eine Transparenz darüber zu erhalten, wer wann welche Daten nutzt. Nur mit dieser Evidenz kann die Nutzung der Daten adäquat verrechnet und somit eine Monetarisierung der Daten durchgeführt werden.
Auch Kai Feng betont in seinem YouTube-Video GOVERNORS OF DATA bereits die Wichtigkeit der Prozesse bei der Data Governance, indem er rappt „People, process, projects, tools, automation starts with business rules“.
Wie kann ich nun die Prozesse so steuern und dokumentieren, dass ich eine Evidenz über die Nutzung der Daten und damit eine Möglichkeit zur Monetarisierung bekomme?
Prozesssteuerung in der Data Governance
Zunächst benötige ich eine Prozesssteuerung, um sicherzustellen, dass die Daten erzeugt werden - zum richtigen Zeitpunkt, von der richtigen Software, ohne Verarbeitungsfehler. Dies gilt für interne Prozesse, aber auch für Prozesse, die Daten von außerhalb der eigenen Bank verarbeiten.
Dies ist eher ein softwaretechnischer Aspekt. Zu einem Thema von Data Governance wird es erst über die Notwendigkeit der Evidenz der Datenherkunft und der Datennutzung. Diese Evidenz erlangt man nur über die entsprechende Überwachung und deren Dokumentation. Nur so kann für jeden Prozessschritt in der Verarbeitung die Herkunft der Daten vollständig und aktuell nachvollzogen werden. Das mag nicht immer notwendig sein, da man bei einem geeigneten Metadaten-Management diese Informationen mindestens auf Software-Ebene vorliegen hat.
Essenziell wird dies, wenn die Nutzung der Daten monetarisiert werden soll und die Anwender somit für jeden Datensatz eine bestimmte Gebühr leisten müssen. Dann muss im Zweifelsfall die Korrektheit, Vollständigkeit und insbesondere die Aktualität des Gutes „Daten“ nachgewiesen werden. Dies gelingt dem Anbieter nur mit einer adäquaten Überwachung und Dokumentation der Prozesse.
Da die Daten der Wert im data driven banking sind, benötigt man hier genau diese Prozess-Evidenz.
Fazit
Hat man die Daten-Erstellungsprozesse und deren Überwachung und Steuerung auf dem Weg zur Data Driven Bank und bei der Einführung von Data Governance im Griff, dann wird man am Ende mit Kai Fengs Worten sagen können: „Governance is cool, yeah you got that right, in the name of data: hands up and high five!“